Aktuelle Praktika im Club Lise

Im Rahmen der Praktika können Projektarbeiten entstehen, die beispielsweise als 5. Prüfungskomponente des Abiturs oder auch bei JugendForscht eingereicht werden können. Die genauen Ziele der Praktika werden jedoch von den jeweiligen Schülerinnen in Absprache mit der jeweiligen Tutorin vereinbart.

Die Praktika und in diesem Rahmen entstehende Projekte werden in Zusammenarbeit mit und gefördert vom SFB 951 der HU Berlin angeboten.

Anmeldung unter: susanne.spintig@hu-berlin.de

1. Praktikum im Institut für Chemie an der HU Berlin

Club Lise Mentorin Pauline

Mein Name ist Pauline und ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach der Schule habe ich von 2010 bis 2016 Chemie an der Humboldt-Universität in Berlin studiert. Während dem Master habe ich außerdem ein Jahr an der University of California in Berkeley verbracht. Seit 2016 arbeite ich an meiner Doktorarbeit in einer Forschungsgruppe der Organischen Chemie an der HU Berlin.
Die Chemie ist ein sehr umfangreiches Gebiet und wird in verschiedene Bereiche unterteilt und daher unterscheidet sich die Arbeit eines Chemikers  sehr stark von Bereich zu Bereich. In der Organischen Chemie versuchen wir neue chemische Substanzen zu synthetisieren, indem wir verschiedene Moleküle in chemischen Reaktionen miteinander reagieren lassen. In unserer Forschungsgruppe arbeiten wir mit photoschaltbaren Molekülen, das sind Moleküle die unter Bestrahlung von Licht ihre chemische Struktur und ihre physikalischen Eigenschaften ändern und versuchen diese in Materialien zu verarbeiten.
Der Club Lise bietet eine einzigartige Möglichkeit unterschiedliche Forschungsbereiche kennen zu lernen und ich möchte euch gerne einen Einblick in die Arbeit in der Chemie geben.

 

Inhalte des Praktikums

Bei einem Praktikum bei mir im Labor möchte ich euch gerne einen Einblick in die Arbeitswelt eines Chemikers geben. Ihr könnt nicht nur kennen lernen wie ein chemisches Labor aussieht und wie man dort arbeitet sondern sogar selber Moleküle herstellen!
Ich arbeite am Institut für Chemie in Adlershof als Doktorandin in einer Forschungsgruppe für Organische Chemie und Funktionale Materialien. Wir synthetisieren photoschaltbare Moleküle, die unter Einwirkung von Licht ihre chemische Struktur und ihre physikalischen Eigenschaften ändern. Die Moleküle können also wie bei einem Lichtschalter zwischen zwei Formen hin und hergeschalten werden.  Ich werde euch zeigen was für unterschiedliche Schaltmoleküle es gibt und wozu sie verwendet werden können. Außerdem werden wir zusammen chemische Verbindungen synthetisieren. Mit Laborkittel und Schutzbrille ausgerüstet werden wir eine Reaktion ansetzen, sie anschließend aufarbeiten, die Produkte reinigen und zum Schluss analysieren. Ich werde euch außerdem zeigen wie man unter Sauerstoff- und Feuchtigkeitsauschluss mit luftempfindlichen Substanzen arbeitet.

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2. Praktikum im Institut für Physik an der HU Berlin

Club Lise Mentorin Maryline

Mein Name ist Maryline Ralaiarisoa. Ich komme aus Madagaskar, dort bin ich aufgewachsen und habe auch dort mit dem Studium angefangen. Ich habe mich für ein Physik-Studium entschieden, da ich es gern mochte und spannend finde wie mit Hilfe der Physik viele Fragestellungen der Natur beantwortet werden können. Außerdem ist die Physik die Grundlage vieler naturwissenschaftlicher und technologischer Bereiche und bietet daher ein breites Betätigungsfeld.

 

Inhalte des Praktikums

Bei Hybridsystemen in der Optoelektronik geht es um die Kombination von organischen und anorganischen Materialien als Halbleiter für die Umwandlung von Licht in Energie und umgekehrt. Das Ziel ist dabei, die Vorteile von beiden Materialarten auszunutzen. Deshalb ist das Verständnis der Wechselwirkung zwischen den Materialien von größter Bedeutung. Besonders wichtig ist die Dynamik an der Grenzfläche zwischen diesen Materialien. Entscheidend ist zum Beispiel wie aus Lösung eine photoaktive Dünnschicht auf einem anorganischen Substrat "wächst" oder wie Moleküle zueinander angeordnet sind.

Im Praktikum kann man Einblicke in diesen Arbeitsbereich erhalten. Man kann beispielsweise erfahren, wie solche Dünnschichten präpariert werden und welche Methoden man verwendet, um diese Dünnschichten zu charakterisieren und die entsprechenden Grenzflächen zu untersuchen.

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